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Visionäre Gedanken können wahr werden

Gemeinsame Lösungen für Landwirtschaft, Gesellschaft und Umwelt

Die Grafik zeigt eine vielfältig strukturierte grüne Landschaft. Im Vordergrund ein Schriftzug: „Nur Mut“ – das Lebensmotto des in Franken beheimateten Umweltpolitikers Josef Göppel. Darüber ein Baum mit großen blauen Früchten; auf einem Zweig sitzt ein rot schimmernder Vogel. Hinter einem Hügel spitzt ein Kirchturm hervor. Auf einem anderen Hügel steht ein Windrad, das erneuerbare Energie liefert.
„Land, Naturschutz und Kommunen – vom Spannungsfeld zur Lösungswelt.“ Dieses Ziel wird mit dem Josef-Göppel-Symposium verfolgt. Es ist überschrieben mit dem Lebensmotto des Namensgebers: „Nur Mut!“
© Agrokraft GmbH

Nach Nordbayern laden in diesem Jahr der Bayerische Bauernverband mit seinem Bildungswerk und der Bund Naturschutz in Bayern zum Josef-Göppel-Symposium ein. Weiterer Mitveranstalter ist die in Bad Neustadt an der Saale ansässige Agrokraft GmbH – nach eigenen Angaben Schnittstelle zwischen Landwirtschaft, Gesellschaft und Umwelt, um den ländlichen Raum mit selbstverständlichen und einfachen Ideen neu aufzustellen.

Wie 2023 beteiligt sich wieder die Familie Göppel, geht es doch darum, an den 2022 verstorbenen Gründer der Landschaftspflegeverbände zu erinnern und auf dessen visionäre Ziele weiter hinzuarbeiten. Die Liste der Referentinnen und Referenten liest sich wie das „Who is who“ der aktuellen Nachhaltigkeitsszene. „Nur Mut“ – mit dem Lebensmotto von Josef Göppel sind die zwei Tage 12. und 13. April in der Bad Neustadter Stadthalle überschrieben. Wer Anregungen sucht und einen entsprechenden Weg einschlagen möchte, kann sich anmelden unter agrokraft.de/igs.
 
Schutz der Lebensgrundlage

Menschen aus Politik, Forschung, Naturschutz sowie Land- und Forstwirtschaft sollen zu Wort kommen. Menschen, die in Herausforderungen zuerst Chancen sehen und in interdisziplinärer (auch überparteilicher) Einigkeit Lösungen angehen. Sie zeigen, dass der Schutz unserer Lebensgrundlage, der Wechsel zu erneuerbaren Energien, das Schließen regionaler Kreisläufe und somit eine sowohl ökonomisch als auch ökologisch wirksame Stärkung der Gesellschaft möglich sind.

Unter anderem werden Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, und Professor Dr. Manfred Miosga, Präsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum, Vorträge halten. Einer Podiumsdiskussion werden sich Richard Mergner, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern, Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, und Maria Noichl, Vorsitzende des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, stellen. Aus ihren Modellprojekten werden beispielsweise Josef Demar, Bürgermeister des energieautarken Großbardorf, Stefan Eisenmann, Vorstand der innovationstreibenden Stadtwerke Pfaffenhofen a. d. Ilm, und Christian Warnke, Landwirt und Insektenschutz-Preisträger, berichten. Auch Bayerns Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber hat seine Teilnahme zugesichert.

Im Einklang mit der Natur

Im Bayerischen Landtag und im Deutschen Bundestag setzte sich Josef Göppel über Jahrzehnte für ein Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur ein. Der christliche Auftrag, Verantwortung für die Schöpfung zu tragen und sie den nächsten Generationen zu bewahren, bildete die Grundlage seines Tuns. Er hatte den Försterberuf gewählt, war mit Frau und Töchtern im mittelfränkischen Herrieden bei Ansbach heimisch geworden. Die Atomkraft lehnte er ab und sprach sich für ein Tempolimit aus. Er positionierte sich für eine Energiewende und gegen den Flächenfraß. Von 1991 bis 2017 saß er dem Arbeitskreis Umweltsicherung und Landesentwicklung der CSU vor. Er prägte das 2001 veröffentlichte erste Umweltprogramm seiner Partei.

Josef Göppel galt als grüner Schwarzer. Für ihn waren Inhalte entscheidend und nicht die politische Taktik, sodass er in bestimmten Fällen sogar gegen Anträge aus den eigenen Reihen stimmte. Durch diese Ehrlichkeit erlangte er Ehren. Als Letztes wurde er 2022, bevor er 71-jährig starb, mit dem Deutschen Biodiversitätspreis ausgezeichnet. Posthum wird im Rahmen des 2024er Symposiums am Abend des ersten Tages an der Rhöner Josef-Göppel-Eiche eine Gedenktafel enthüllt. Hier das komplette Programm zum Herunterladen:

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