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Dorfgemeinschaftshaus statt Leerstand

Staatspreis für das Kolping-Vereinsheim in Riglasreuth

Ein Gebäude ist zu sehen
Das sanierte Kolpinghaus erstrahlt in neuem Glanz
© Architekt Gerald Braun
Heute ist das Vereinsheim eine moderne Tagungsstätte, die der gesamten Dorfgemeinschaft zur Verfügung steht. Ausgezeichnet wurde das Projekt kürzlich von Staatsministerin Michaela Kaniber mit dem Staatspreis „Dorferneuerung und Baukultur“. Die Mitglieder von Kolping hatten das Gebäude 1952 trotz schwieriger finanzieller Lage erbaut, zuvor war ihnen das Grundstück von einer Gönnerin geschenkt worden. Seither ist immer wieder angebaut und renoviert worden, die Arbeiten wurden stets größtenteils in Eigenleistung der Kolpingsfamilie umgesetzt: 1974 entstand beispielsweise ein unterkellerter Anbau auf der Nordseite mit Pultdach, bis zur jüngsten Sanierung waren im Keller die Öl-Zentralheizung und das Heizöllager untergebracht. Im Jahr 1990 wurden die Dächer erneuert, eine neue Heizung 1995 eingebaut. Bis zur Sanierung wurde das Kolpinghaus ausschließlich von der Kolpingsfamilie Riglasreuth genutzt, aufgrund der demografischen Entwicklung im Verein ist die Nutzung allerdings immer mehr zurückgegangen.

Die Baumaßnahme umfasste unter anderem Abdichtungsarbeiten, neue wärmegedämmte Fassadenverkleidungen, die Erneuerung der Fenster und Innentüren, die Renovierung der Holzböden, die Erneuerung der Heizungs- und Haustechnik, die Neuorganisation der Küche und der Sanitäranlagen. Dadurch konnte der CO2-Ausstoß um fast 70 Prozent reduziert werden. Mit der energetischen Ertüchtigung ging auch eine zeitgemäße Fassadengestaltung einher. Die dunkle Holzverkleidung und die Gestaltung der neuen Fensteröffnungen mit den raumhaltigen Fensterlaibungen sind sehr sorgfältig ausgeführt worden. Die schwarze Oberfläche der Holzschalung und die orangefarbenen Seitenflächen schaffen einen Bezug zu den Farben von Kolping. Die gesamten Baukosten lagen bei gut 503.000 Euro, das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz förderte das Projekt mit knapp 453.000 Euro.

Text: Holger Stiegler, ALE Oberpfalz
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